Peter Zellmann
 

Ein Zukunfts-Plädoyer für den Hausverstand

29. März 2016

Hausverstand ist weder populistisch noch radikal. Weder rechts noch links. Er ist die Summe der Einsichten und Lebensstile der „Durchschnittsmenschen“. Das Ergebnis von Erziehung in Familie und Schule, also von Bildung. Ergänzt durch den Einfluss von Freunden und Lebenserfahrung. Alles in allem also von Sozialisation. Die meisten Experten wollen sich von diesem Durchschnitt abgrenzen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ihr Geschäft. Selten gelingt durch sie daher aber gesellschaftliche Veränderung zum Positiven. In vielen Bereichen führen ihre Expertisen zur Polarisierung der Einstellungen. Vor allem in der Politik. Die zukunftstauglichste Expertise ist die Erfassung dieses gesellschaftlichen Hausverstandes als Ausgangspunkt für anstehende Entscheidungen. Nicht als deren Ziel.

Die Gesellschaften in Europa sind im Begriff sich grundlegend „negativ“ zu verändern. Weil sich, Wertewandel hin, Paradigmenwechsel her, nichts geändert hat: weil Politik und Wirtschaft am Hausverstand der Menschen vorbei agieren.


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Zukunftskompetenzen

23. März 2016

Hallo, bitte, danke, Laptop, Englisch…

Oft werde ich als ehemaliger Lehrerbildner vor allem bei Podiumsdikussionen gefragt, „was sollen meine Kinder denn jetzt für die Zukunft vor allem lernen?“ Hier mein verkürzter, aber dennoch zukunftstauglicher Vorschlag:

Hallo…          grüßen, freundlich sein, auf Menschen zugehen, „kann ich helfen?“….

Bitte….          wenn man etwas von jemandem erhofft, sollte man darum klar erkennbar „ersuchen“

Danke…        wenn man es bekommen hat, ausdrücken, dass das meistens nicht so                               selbstverständlich war

Laptop….      Informations- und Medienkompetenz werden zu besonders wichtigen                               Bildungsaufgaben in Elternhaus und Schule…

Englisch….  müssen junge Menschen in Zukunft können wie die Muttersprache. Und die                   Sprache der „Nachbarregion“ wie heute eine Fremdsprache.

Und übrigens: „man“ ist schon „gegendert“, weil mit einem „n“ immer schon geschlechtsneutral….


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Wer Zukunft meint, muss Neues denken können

14. März 2016

Ob das bedingungslose Grundeinkommen den Untergang des Abendlandes oder den Aufbruch zu einem vollkommen neues Verständnis von Leistung und Arbeit bedeutet ist noch nicht geklärt. An „Biertischen“ wurden seit bereits seit einiger Zeit „Meinungen“ darüber ausgetauscht. Eine halbwegs vorurteilsfreie,ernsthafte Diskussion setzt jedenfalls erst jetzt langsam ein. Voraussetzung dafür ist, dass man sich als Diskussionsteilnehmer vom politischen „links/rechts Schema Denken“ des vorigen Jahrhunderts lösen kann. Es wird noch lange dauern bis es zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Eine wichtige Voraussetzung ist jedenfalls geklärt: Das Grundeinkommen wäre finanzierbar. Zur eigenen Meinungsbildung empfehle ich den Artikel im Wirtschaftsblatt vom Montag, 14.3.2016

Wirtschaftsblatt Argumente Grundeinkommen


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Die Zukunftsallianz der Realisten ist gefragt

07. März 2016

Merkels Strategie steckt voller Widersprüche: Die Abriegelung der Balkanroute verdammt sie, doch direkt aus Griechenland will die CDU-Kanzlerin so knapp vor der Landtagswahl dann doch lieber keine Flüchtlinge holen. Gleichzeitig hofiert sie Erdoğan, damit er ein paar Hundert Kilometer südlich von Mazedonien den Rollbalken herunterlässt. Doch ihre Mischung aus Wohlfühl- und Realpolitik funktioniert nicht. Merkel wird den EU-Türkei-Gipfel schönreden müssen.

christian.ultsch@diepresse.com

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 06.03.2016)


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Zukunft braucht Medienkompetenz

03. März 2016

Zukunft passiert nicht, sie wird von uns allen gestaltet. Privat und beruflich, als Individuum oder als Gesellschaft. Daher ist sie auch nicht wirklich prognostizierbar, weil sich die Rahmenbedingungen laufend ändern. Dieses Gestalten setzt allerdings Wissen aus der Vergangenheit und „richtige“ Analyse der Gegenwart voraus. In vielen Bereichen, nicht nur im eigenen Fachbereich. Und nicht nur aus einem, dem persönlichen, täglichen Informationskanal. Erst der Vergleich macht uns sicher. Aus diesem Grund ist Informations- und Medienkompetenz aktuell die wichtigste Bildungsaufgabe. Sie ist von der Volksschule weg zu vermitteln. Nur wirklich unabhängig informierten Menschen ist es möglich die wünschenswerte Zukunft mit zu gestalten.

Bewusst zu machen ist, dass viele der täglichen Informationen meist nur unvollständige, manchmal sogar bewusst gesteuerte „Halbwahrheiten“ sind, die eine endgültige Beurteilung des dargestellten Sachverhaltes meist (noch) nicht zu lassen. „Es könnte alles auch ganz anders sein“ ist die wichtigste Erkenntnis zum Einstieg in die Zukunftsgestaltung.

 


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