Peter Zellmann
 

Ende der Ideologien, statt der Geschichte?

24. Oktober 2017

Verallgemeinerungen sind immer falsch, Vergleiche hinken und überhaupt könnte alles immer auch ganz anders sein. Fest steht, dass die Menschen ganz konkrete Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Diese habe ich in meinem im April 2017 erschienen Buch (Manz) „Die Zukunft die wir wollen“ klar dargelegt. Als Ergebnis einer Langzeitstudie. Der Termin war bewusst gewählt und sollte Denkanstoß für NR Wahlen im Jahr 2018 sein. Ein Wahlprogramm der Bevölkerung quasi. Es kam anders…

Parteien und ihre „Führer“ kümmern sich kaum um solche Bücher. Lesen kostet viel zu viel Zeit. Außerdem weiß man selbst genau was „die Menschen“ wollen. Stimmt immer, aber eben immer nur teilweise. Mein „Wahlprogramm einer nachgewiesenen 2/3 Mehrheit der Bevölkerung“ ist bei keiner Partei insgesamt zu finden. Da verläßt man sich auf Ideologien, erarbeitete Parteiprogramme, Wertekataloge, Leitlinien und Ähnliches. Mit Abstimmung (eventuell) der Mitglieder, aber immer ohne der Bevölkerungsmehrheit. Linke Parteien erleben daher aktuell ihren Niedergang. Rechte geben vor alles ändern zu wollen. Das genügt vorerst. Zumindest für Wahlen. Was ihnen auch zu denken geben sollte: Aktuell sind 85% der Bevölkerung mit der Politik allgemein unzufrieden, mit den Politikern 92%!

Statt Programme und Ideologien über Menschen zu stülpen sollte man die Zukunft der Gesellschaft gemeinsam mit ihr erarbeiten. Bottom up löst das top down Prinzip der Vergangenheit ab. Damit könnte Geschichte neu geschrieben werden….

 


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